Summer Beauty

...was man vor dem Sommer noch machen kann!

Wie zu erwarten war, bin ich nicht fürchterlich konsequent mit meinen Bikini-Figur –Ambitionen. Also das mit dem Zucker-Weglassen funktioniert den Großteil der Zeit recht brauchbar, aber es gibt Tage mit Rückfällen. Und Bewegung zu integrieren hat zu ein bisschen weniger Bauchspeck und darunter erahnbaren Bauchmuskeln geführt, mein Po wabbelt aber weiterhin in einem nicht-Wohlfühl-Ausmaß, obwohl ich brav jedes Mal beim Zähneputzen die gesamten zwei Minuten zwei Mal täglich Ausfallschritte oder Kniebeugen mache – was übrigens die letzten 30 Sekunden ganz schön brennt!

Nachdem mich das Ergebnis also absolut noch nicht glücklich macht, habe ich bei unserer PrettyMum-Expertin Dr. Sabine Apfolterer nachgefragt, was frau denn jetzt vor dem Sommer noch an Behandlungen zur Verfügung steht – beziehungsweise, wofür sich eher der Herbst anbietet.

Liebe Sabine, ich bin auf der Suche nach Treatments, die ich jetzt vor dem Sommer noch machen lassen kann, um mich in meiner Haut wohler zu fühlen – was würdest Du vorschlagen?

Dr. Sabine Apfolterer: Es gibt noch zahlreiche Möglichkeiten, dem Wohlbefinden nachzuhelfen. Zum Beispiel wäre jetzt ein guter Zeitpunkt für das sogenannte „HydraFacial“. Die Behandlung verbindet porentiefe Reinigung und Abtragung alter Hautschichten mit einer Feuchtigkeitsversorgung der tieferen Epidermis. Das Ergebnis ist ein klares, schönes Hautbild für ein jüngeres, wacheres und strahlendes Aussehen – ohne langanhaltende Rötungen oder Schmerzen, wie man das von herkömmlichen chemischen Peelings kennt. Übrigens ist die Behandlung auch bei empfindlicher Haut möglich, da die Wirkstoffkombination individuell auf den Hauttyp abgestimmt wird! Bereits am nächsten Tag nach diesem ambulanten Treatment kannst Du alles wie gewohnt machen. Auf Wunsch können wir das Ergebnis, sofern Du schon abgestillt hast, noch individuell in einer zweiten Behandlung mit Botox und/oder Fillern  (z.B. Hyaluronsäure) optimieren. Zum Beispiel schmaler gewordene Lippen oder Stress-bedingte Falten treten bei Müttern häufig auf und lassen sich unauffällig zu einem natürlich wirkenden, jugendlichen Ergebnis hin behandeln.

PrettyMum: Das klingt super! Was würde sich sonst noch vor der Badesaison ausgehen?

Dr. Sabine Apfolterer: Nicht bei Dir, weil Du ja gerade erst vor zwei Monaten abgestillt hast, aber prinzipiell wäre auch eine Brustvergrößerung oder -straffung zeitlich noch möglich. Mit meiner Operationstechnik kann die Patientin schon nach 2 Wochen einen normalen Bikini tragen. Nach drei Wochen ist die Wundheilung üblicherweise schon soweit fortgeschritten, dann kannst Du sogar schon ins Wasser, also baden gehen ist kein Problem. Ich empfehle grundsätzlich, mindestens sechs Monate nach dem Abstillen zu warten, bevor wir etwas an der Brust machen. Vieles bildet sich von allein zurück, zum Beispiel strafft sich häufig die Haut noch ein bisschen und das Fettgewebe regeneriert sich zumindest teilweise. Das Einzige, was den meisten Frauen bleibt, sind die „lang gelutschten“ Brustwarzen; also häufig können Mütter prinzipiell mit der Brust nach dem Abstillen ganz gut leben, aber die längeren bzw. schlafferen Brustwarzen stören viele. Hierfür habe ich eine eigene Methode entwickelt, unabhängig vom Rest der Brust nur die Brustwarze zu straffen. Dafür wird im ambulanten Dämmerschlaf ein Hautstreifen aus dem Nippel herausgetrennt und die Spitze des Nippels mit dem Brustwarzenvorhof vernäht. Die Vorteile dieser Methode liegen darin, dass die Narben auf der Brustwarze nach kurzer Zeit so gut wie nicht mehr sichtbar sind und vor allem keine Nerven oder Milchstränge beschädigt werden. Die Brustwarze ist also nach dem Eingriff im Grunde genauso wie vor dem Stillen: straff, empfindsam und ohne Stilleinschränkung für ein etwaiges folgendes Kind. Häufig verändert dieser kleine Eingriff das Gesamtbild der Brust so stark, dass sich die Frau wesentlich wohler in ihrem Körper fühlt. Und dieses ausgestrahlte Selbstbewusstsein macht so unglaublich schön, ich freue mich jedes Mal, dazu beitragen zu dürfen!

PrettyMum: Na ich bin gespannt, ob ich mir da im Herbst einen Termin bei Dir ausmachen werde, wenn die sechs Monate am Abstillen auch für mich um sind. Was bietet sich sonst noch eher im Herbst an, als jetzt vor dem Sommer?

Dr. Sabine Apfolterer: Auch wenn es ein Problem ist, das die meisten Frauen vor allem im Sommer stört, sollte man Dehnungsstreifen nicht mehr vor der Badesaison lasern. Die Haut ist nach so einem Eingriff sehr UV-empfindlich. Die Dehnungsstreifen werden dadurch zwar schmäler bzw. heller und dadurch unauffälliger, du darfst mit dieser hübschen Haut aber für einige Monate nicht in die Sonne. Da zahlt sich also etwas Geduld aus, und das Ergebnis einer Behandlung im Herbst ist dann nächsten Sommer umso schöner, weil die Haut gut Zeit gehabt hat, sich in Ruhe ohne Sonne vollständig zu regenerieren. Eine weitere Problemzone, die im Sommer ohne dicke Pullis eher augenscheinlich wird, ist die Bauchhaut, die sich bei vielen Müttern nicht vollständig von der Dehnung im Zuge der Schwangerschaft regeneriert hat. Trotzdem ist auch eine Bauchdeckenstraffung kein Eingriff, den ich jetzt noch vor dem Sommer machen würde. Das gleiche gilt auch für eine Fettabsaugung, da nach dem Eingriff zum Beispiel im Bereich der Oberschenkel einerseits über mehrere Tage bis Wochen Blutergüsse bestehen können und andererseits für ein langanhaltend schönes Ergebnis sechs Wochen lang eine stützende Hose getragen werden sollte. Grundsätzlich empfehle ich einen individuellen Beratungstermin, um herauszufinden, wie ich das Wohlbefinden der Patientin optimal unterstützen kann, und welche Behandlungen wann sinnvoll wären.

PrettyMum: Vielen Dank für die vielen Infos und bis bald, liebe Sabine!

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