Und ich dachte, das mit den Pickeln wär’ vorbei…

Richtige Ernährung für eine schöne Haut

Für manche Frauen kommt es kurz nach der Geburt ihres Kindes zu einem Déjà-vu mit ihrer Teenager-Zeit: Pickel und Mitesser machen sich breit. Doch keine Sorge, die unreine Haut ist nicht von Dauer, sondern neben vielen anderen unangenehmen Dingen wie z.B. Stimmungsschankungen und Haarausfall ein Resultat des abfallenden Hormonspiegels. Nach drei bis 12 Monaten sollte der Spuk vorbei und Deine Gesichtshaut wieder dieselbe wie vor der Schwangerschaft sein.

Dennoch kannst Du mit richtiger Ernährung zu einem schönen, reinen Hautbild beitragen. Führst Du dem Körper die Nährstoffe zu, die er benötigt, um alle Prozesse des Stoffwechsels aufrecht zu erhalten, sieht man Dir das nämlich auch an der Haut an. Durch eine ausgewogene Ernährung wird der Körper mit reichlich Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt. Dass sich Junkfood oder Süßigkeiten hierfür nicht besonders eignen, sollte jeder Frau klar sein – auch wenn schwache Momente menschlich und kleine Sünden in Maßen natürlich erlaubt (weil sinnvoll für die Laune) sind.

Was genau braucht meine Haut?

Wichtig für ein gesundes Hautbild sind sämtliche Vitamine der B-Gruppe, Vitamin E, Zink und Selen. Angenehmer Nebeneffekt: Vitamin B stärkt auch die Nerven, was für frischgebackene Mütter definitiv kein Schaden ist.

Für eine feste Haut und ein straffes Bindegewebe sorgen Vitamin C, Kieselsäure und Niacin sowie Kalium und Natrium, die den Feuchtigkeitsdruck im Gewebe regeln und somit zu einer gewissen Prallheit der Haut beitragen.

Biotin kurbelt den Stoffwechsel an und versorgt so die Haut mit Aufbaustoffen. Für die Zellerneuerung und Zellerhaltung sorgt Vitamin A; Eisen und Pantothensäure helfen gegen trockene Hautpartien.

Was soll ich also essen?

Keine Panik! Was sich jetzt vielleicht kompliziert anhört, kann eigentlich ganz einfach erreicht werden:

Und zwar durch abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch, ausreichend Milch und Milchprodukten, Vollkornprodukten sowie 1-2 mal Fisch pro Woche, ergänzt durch essenzielle Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen (diese sind wichtig für die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K). Wer sich im Großen und Ganzen an diese Vorgaben hält,darf neben einem schöneren Spiegelbild auch auf gehobene Laune,  bessere Verdauung und ein allgemein fitteres Körpergefühl hoffen.

Für stillende Mütter kann eine Supplementierung von Folsäure und Vitamin D3 sinnvoll sein, außerdem brauchst Du vielleicht auch zusätzliches Kalzium (wenn keine oder nur wenig Milchprodukte auf Deinem Speiseplan stehen), Eisen (vor allem für Vegetarierinnen und Veganerinnen) oder Magnesium (einen Mangel erkennst Du an Muskelkrämpfen und an blassen bis gelb-weißen Brustwarzen nach dem Stillen). Deine Hebamme, Dein Haus- oder Frauenarzt können Dir hier Deinen speziellen Bedarf und das passende Nahrungsergänzungsmittel erklären.

Eva Zinhobler
Über Eva Zinhobler (2 Artikel)
Eva ist die weltbeste Babysitterin und unsere Spezialistin für alle Fragen rund um Ernährung und Lebensmittel. In ihrem Day-Job überwacht sie die Einhaltung von Qualitätsvorschriften in der Lebensmittelproduktion.